Im Sonderanlagenbau, bei Auftrags- oder
Projektfertigern steht das Projekt im Mittelpunkt
jeder Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Die
Kontrolle der Projekte und ihre Bewertung
sowie die Ermittlung von Betriebsleistung
und Materialeinsatz erfordern eine hohe
Zeitnähe in ihrer Abwicklung und Kontinuität
sowie eine hohe Konsistenz der Daten. Auf
dieser Datenbasis läßt sich auch die Materialquote
für die interne Kostenplanung ableiten und
prüfen, so daß z.B. Schwankungen in den
Outsourcing-Maßnahmen nicht zu unüberschaubaren
Problemen der kurzfristigen Finanzplanung
führen.
Ausgehend von einer Auftragskalkulation
werden zum Ende eines Monats alle offenen
Fertigungsaufträge für Kundenvorgänge, innerbetriebliche
Leistungen und Lager kalkuliert; darüber
hinaus werden auch die Kundenvorgangspositionen
kalkuliert, die keine Fertigungsstrukturen
beinhalten. |
Pro Projekt werden grundsätzlich drei Kalkulationsarten
parallel ausgeführt: die Soll-, die mitlaufende
und die Ist- bzw. Nachkalkulation. Als vierte
Variante kann auch die Vorkalkulation auf
Basis von Angeboten berücksichtigt werden.
Diese Kalkulationsdaten werden in ein Reporting-System
überführt und können dort ausgewertet werden.
Damit werden dem Projektverantwortlichen
über das Gesamtprojekt bzw. pro Projektposition
alle wesentlichen Werte und Werteentwicklungen
dokumentiert.
Alle Aufwendungen für Projekte, die über
Lagerbewegungen oder Eingangsfakturen dokumentiert
sind, werden für die Ermittlung des Materialeinsatzes
herangezogen. Die Ergebnisse aus dieser
Controlling-Verarbeitung können in der Finanzbuchhaltung
für Bilanz und GuV weiterverwertet werden.
Ferner bilden die Projektauswertungen die
Möglichkeit, eine Restkostenschätzung für
die bilanzielle Bewertung der Projekte durchführen
zu können. |