Für ein Systemauswahlverfahren ist es notwendig,
den gegenwärtigen Istzustand der Anwendungen
und die Anforderungen der Fachabteilungen
aufzunehmen, um ein Anforderungsprofil zu
entwickeln, das die Grundlage für die Auswahl
von Systemen bildet, später auch für die
Schwerpunkte der System-Präsentationen.
Es ist vorrangig zu klären, wie wichtig
für den Kunden eine integrierte Lösung anzustreben
ist; die Vorteile der integrierten Lösung
sind individuell herauszuarbeiten, die Nachteile
des möglichen Verlassens der gegenwärtigen
Softwarelinie sind zu bewerten. Die Organisation
ist auf den Grad der erreichbaren Integrität
einzuschätzen.
Diese funktionale Integrität bezieht sich
dabei nicht auf den PPS-Teil allein, sondern
hat auch das Rechnungswesen mit Finanzbuchhaltung,
Kostenrechnung und Anlagenbuchhaltung sowie
Präsenzzeit, Betriebsdatenerfassung, Lohn
und Gehalt zu berücksichtigen, ferner die
CAD-Anwendungen mit möglichst wenig redundanter
Datenhaltung, CRM- und Web-Store-Funktionen.
In diesem Zusammenhang sind insbes. natürlich
die vielen zum Teil unter Anleitung, zum
Teil selbst entwickelten Erweiterungen hinsichtlich
ihrer Relevanz und Ihrer künftigen Notwendigkeit
zu prüfen; ferner muß geklärt werden, auf
welcher Funktionsebene die bisherigen Standarderweiterungen
in einem neuen System wiedergefunden werden
müssen.
Außerdem sind Funktionsbereiche, die bisher
in Nebensystemen oder bislang gar nicht
verfolgt wurden auf ihre Realisierung zu
prüfen. Das Ziel in der integrativen Lösung
muß sein, eigene Nebensysteme möglichst
in Zukunft auszuschließen. |
Die notwendigen Zusatzanforderungen, wie
z.B. Dokumentenmanagement, Archivierung,
Zeichnungsverwaltung, CAD-Schnittstelle,
Business Process Manager, Workflow-Organisation,
eBusiness, CRM, sind herauszuarbeiten.
Die strategische Ausrichtung der DV, des
IT-Managements ist erforderlich, weil der
Markt im Aufbruch ist, Softwarehäuser "verschwinden",
aufgekauft werden, was natürlich auch für
die Betreuung im Regelfall kurzfristig unmittelbare
Folgen hat, es entstehen "neue" Softwarehäuser,
erfolgreiche (nur Insidern bekannte) Softwarehäuser
aus den USA drängen auf den europäischen,
insbes. deutschen Markt.
Die Neuorientierung des IT-Umfeldes hat
ggf. erhebliche personelle Konsequenzen
für die eigene DV-Abteilung; so ist die
DV-Mannschaft an den neuen Zielen auszurichten.
Für die Systemauswahl und die zu präsentierenden
Systeme können wir Vorschläge unterbreiten;
wir können i.d.R. eine Auswahl zwischen
fünf bis maximal acht Systemen empfehlen,
von denen vielleicht drei in ein drei- oder
viertägiges Präsentationsverfahren gebeten
werden sollten.
Die notwendigen, umfangreichen Investitionen
müssen natürlich in bezug auf die Erzielung
von "benefits" betrachtet werden; es ist
sehr schwierig, eine Investition zu begründen,
ohne daß gleichermaßen die erzielbaren Erträge
aufgezeigt werden können.
Es ist unsere Beratungsmaxime, den Kunden
in seiner Entscheidung, die von uns vorbereitet
wurde, zu begleiten, d.h., die Entscheidung
für ein neues System wollen wir auch in
der Umsetzung tragen. |